Auf ihrem Ausflug hat sich die Kindergruppe des Schönebürger Waldkindergartens in unserer Werkstatt umgeschaut. Jetzt wissen die Kleinen ganz genau wie die Holztiere bei uns hergestellt werden, das fleißig gesägt und gebohrt werden muss und dass sich jedes ungeschliffene Stück Spielzeug ganz schön rau anfühlt. Am Schluss des Besuchs gab es für jedes Kindergartenkind eine kleine Überraschung von uns.
Jeder darf mal stempeln
Es war ganz schön viel los als alle 15 Kinder und ihre drei Erzieherinnen Susanne, Christiana und Anna die Nasen in unseren relativ kleinen Räume steckten. Bevor ich unserem Besuch zeigte was wir den ganzen Tag in unserer Werkstatt machen, wollte ich von den Kindern wissen, was ein Waldkindergarten eigentlich ist. „Im Waldkindergarten sind wir eigentlich die ganze Zeit draußen“ erzählten sie mir „und wir bauen alle möglichen Sachen aus Naturmaterialien. Wenn wir frieren oder wenn es regnet ziehen wir uns einfach warm an, im Winter gehen wir in unseren Bauwagen und wärmen uns am Ofen. Drinnen kann man malen, Vespern und Tee trinken.“ Das klingt ganz schön spannend finde ich. Aber noch spannender sind natürlich unsere Holzspielsachen.
Armin und ich erklärten den Kindern, das man die Figuren zunächst auf ein Holzbrett stempeln muss. Dabei ist es ganz wichtig auf die Stärke, die Maserung und den Holzverlauf zu achten. Natürlich durften die Kinder auch selbst Schweine aufs Holz stempeln. „Das ist gar nicht so einfach und es dauert ganz schön lange“ mussten die Kleinen feststellen.
Nach dem Stempeln müssen die Figuren an der Bandsäge ausgesägt werden. Das dürfen nur die Erwachsenen (obwohl die Waldkinder erfahrene Handwerker sind ist selber sägen viel zu gefährlich). Etwas fehlt noch, könnt ihr erraten was? Richtig, am Ende bekommen unsere Pferde und Schweine ein Bohrloch (in das später das Schwänzchen hineinkommt).
Nun sahen die Figuren schon ziemlich fertig aus. Aber als wir den Kindern die rohen Figuren in die Hände gaben bemerkten sie etwas: „Die sind ja ganz rau, so kann man mit den Sachen nicht spielen!“
Stimmt, denn jede Figur muss mehrmals geschliffen werden. Die Kinder stellten sich in einem großen Kreis um den Schleifbock, so dass jeder gut sehen konnte. Nach jedem Schleifgang ging das Pferdchen durch die vielen Kinderhände, und mit jedem mal wurde das Pferdchen feiner und weicher. „Das ist aber ganz schön schwierig und dauert aber auch sehr lange“ erkannten die Kleinen. Ganz zum Schluss rundete ich das Pferdchen noch mit dem Feinschleifer ab. „Jetzt ist es gut“ bestätigte der erneute Berührungstest.
Ich erklärte, das die weich geschliffenen Figuren nun zu unseren Malfrauen nach Hause kommen und dort angemalt werden. Wenn die bunten Figuren zu uns zurück gebracht werden, baden wir sie in Lasur, kleben das Schwänzchen ein und versehen sie mit unserem Logo. Dann warten Pferde, Schweine und all die anderen Figuren im Regal darauf das sie im Laden verkauft oder per Post verschickt werden.
Die Kinder staunten nicht schlecht als sie sich zum Schluss ein unbemaltes Tier aussuchen durften, dass Sie im Kindergarten anmalen können, die Augen leuchteten als sie erfuhren das sie auch die geschliffenen Pferdchen und Schweine mitnehmen dürfen.
Bis bald ihr Waldkinder!
Erzieherin Susanne hatte den Kindern im Vorfeld versprochen das St. Martin-Set zu kaufen, denn bald ist es soweit und die Kinder ziehen mit Laternen durch ihre Dörfer. Also suchten sich alle zusammen die schönsten Figuren aus und dann bekamen auch wir noch eine Überraschung, denn die Besucher sangen uns das Lied der fleißigen Handwerker! Susanne schenkte uns eine selbst gemachte Waldbeerenmarmelade, die Armin und ich mittlerweile schon aufgegessen haben. Uns hat der Besuch viel Spaß gemacht – aber jetzt machen wir uns wieder ans Schleifen und Sägen.
„Wer will fleißige Handwerker sehn, der muss zu Holzspielwaren Ackermann gehn!“
Die Werkstatt ist der Mittelpunkt unserer Arbeit. Aber hier in diesem Blog nehmen wir Sie gerne mit auf Reisen – so wie auch Holzspielwaren die Phantasie Ihrer Kinder auf Reisen schickt. Unser letztes Abenteuer führte uns ins ferne Addis Abbeba, heute bleiben wir ganz in der Nähe. Wir verfolgen den Weg, den ein Holzpferd von …
Das Wort „Nachhaltigkeit“ ist in aller Munde – auch wenn es um den von uns verarbeiteten Rohstoff Holz geht. Doch damit ein Holzprodukt wirklich nachhaltig ist, muss es aus einem funktionierenden Ökosystem stammen und strengen Auflagen standhalten.
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Neugierige Entdecker, raue Pferde, Staub und Überraschungen!
Jeder darf mal stempeln
Es war ganz schön viel los als alle 15 Kinder und ihre drei Erzieherinnen Susanne, Christiana und Anna die Nasen in unseren relativ kleinen Räume steckten. Bevor ich unserem Besuch zeigte was wir den ganzen Tag in unserer Werkstatt machen, wollte ich von den Kindern wissen, was ein Waldkindergarten eigentlich ist. „Im Waldkindergarten sind wir eigentlich die ganze Zeit draußen“ erzählten sie mir „und wir bauen alle möglichen Sachen aus Naturmaterialien. Wenn wir frieren oder wenn es regnet ziehen wir uns einfach warm an, im Winter gehen wir in unseren Bauwagen und wärmen uns am Ofen. Drinnen kann man malen, Vespern und Tee trinken.“ Das klingt ganz schön spannend finde ich. Aber noch spannender sind natürlich unsere Holzspielsachen.
Nach dem Stempeln müssen die Figuren an der Bandsäge ausgesägt werden. Das dürfen nur die Erwachsenen (obwohl die Waldkinder erfahrene Handwerker sind ist selber sägen viel zu gefährlich). Etwas fehlt noch, könnt ihr erraten was? Richtig, am Ende bekommen unsere Pferde und Schweine ein Bohrloch (in das später das Schwänzchen hineinkommt).
Nun sahen die Figuren schon ziemlich fertig aus. Aber als wir den Kindern die rohen Figuren in die Hände gaben bemerkten sie etwas: „Die sind ja ganz rau, so kann man mit den Sachen nicht spielen!“
Stimmt, denn jede Figur muss mehrmals geschliffen werden. Die Kinder stellten sich in einem großen Kreis um den Schleifbock, so dass jeder gut sehen konnte. Nach jedem Schleifgang ging das Pferdchen durch die vielen Kinderhände, und mit jedem mal wurde das Pferdchen feiner und weicher. „Das ist aber ganz schön schwierig und dauert aber auch sehr lange“ erkannten die Kleinen. Ganz zum Schluss rundete ich das Pferdchen noch mit dem Feinschleifer ab. „Jetzt ist es gut“ bestätigte der erneute Berührungstest.
Ich erklärte, das die weich geschliffenen Figuren nun zu unseren Malfrauen nach Hause kommen und dort angemalt werden. Wenn die bunten Figuren zu uns zurück gebracht werden, baden wir sie in Lasur, kleben das Schwänzchen ein und versehen sie mit unserem Logo. Dann warten Pferde, Schweine und all die anderen Figuren im Regal darauf das sie im Laden verkauft oder per Post verschickt werden.
Die Kinder staunten nicht schlecht als sie sich zum Schluss ein unbemaltes Tier aussuchen durften, dass Sie im Kindergarten anmalen können, die Augen leuchteten als sie erfuhren das sie auch die geschliffenen Pferdchen und Schweine mitnehmen dürfen.
Bis bald ihr Waldkinder!
Erzieherin Susanne hatte den Kindern im Vorfeld versprochen das St. Martin-Set zu kaufen, denn bald ist es soweit und die Kinder ziehen mit Laternen durch ihre Dörfer. Also suchten sich alle zusammen die schönsten Figuren aus und dann bekamen auch wir noch eine Überraschung, denn die Besucher sangen uns das Lied der fleißigen Handwerker! Susanne schenkte uns eine selbst gemachte Waldbeerenmarmelade, die Armin und ich mittlerweile schon aufgegessen haben. Uns hat der Besuch viel Spaß gemacht – aber jetzt machen wir uns wieder ans Schleifen und Sägen.
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